Belgische Olympiapionierin baut mit EJU ein Nachwuchs-Judozentrum auf
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Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Ilse Heylen hat den großen Wettkampfdruck längst gegen die lebendige Atmosphäre einer Tatami voller Kinder getauscht. In Lommel hat die Belgierin mit ihrer Ilse Heylen Judo Academy aus einer lokalen Idee ein langfristiges Projekt für junge Judoka gemacht. Aus dem freien Termin nach der letzten Auflage des International Tournament of Lommel, der Soeverein Cup, entstand der Plan für ein Trainingslager statt eines Turniers. Von Beginn an war klar: Das Camp soll wachsen und viele Jahre bestehen, auch wenn die ersten Ausgaben noch klein anfangen.
In Lommel entsteht Schritt für Schritt ein neuer Treffpunkt für Europas Nachwuchsjudoka.
Mit der neuen Zusammenarbeit mit der European Judo Union bekommt Heylens Vision jetzt europäischen Rückenwind. Für sie ist das eine Anerkennung für fast zehn Jahre Arbeit nach ihrer aktiven Karriere, in denen sie gemeinsam mit ihrem Mann und Coach Olivier Berghmans die Academy aufgebaut hat. Sie will das Camp als festen Termin auf dem europäischen Kalender etablieren, offen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus ganz Europa.
Ein großer Pluspunkt ist der Standort in der Soeverein Sporthall in Lommel. Die Halle bietet Platz für eine Tatami von bis zu 2000 Quadratmetern, dazu gute Umkleiden, Essensmöglichkeiten direkt neben der Matte und Konferenzräume für zukünftige Workshops oder Seminare. Nur wenige Minuten entfernt liegt das CenterParcs-Ferienzentrum mit Hotel und vielen Cottages, ideal für Teams, Familien und Freunde, die Judo mit Urlaub verbinden möchten.
Inhaltlich legt Heylen weniger Wert auf Medaillenjagd, sondern auf Freude an der Bewegung und sauberes Lernen. Kinder sollen grundlegende Techniken, Fairness und Teamgeist entdecken und nebenbei Freundschaften schließen – auch über Sprachgrenzen hinweg. Respekt auf und neben der Tatami ist dabei für sie nicht verhandelbar, ebenso wie der sorgsame Umgang mit dem Partner bei jedem Wurf. Sie versteht sich als Verlängerung der Eltern und hofft, dass die Kinder diese Werte mit nach Hause nehmen.
Am Ende jedes Camps sind es die ehrlichen Dankesworte von Trainern, Athletinnen und Athleten, die ihr Kraft geben. Gemeinsam mit den vielen freiwilligen Helfern sieht sie, wie aus einem kleinen belgischen Projekt ein Event heranwächst, das einmal in ganz Europa bekannt sein soll. Die Anmeldung für das Camp 2026 ist bereits geöffnet und der nächste Schritt für Heylens europäische Judo-Community steht bevor.
Quelle: EJU_News