Fiesch schickt 500 junge Judoka mit mehr als nur Trainingskilometern nach Hause
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Das Youth Camp 2026 der International Judo Federation in Fiesch ist zu Ende gegangen und beschloss eine Woche, in der das Jugend-Judo im Mittelpunkt stand. Mehr als 500 junge Judoka aus 40 Ländern verließen die Schweiz mit vielen harten Trainingseinheiten hinter sich und einer tieferen Verbindung zu diesem Sport vor sich.
Unterstützt von der International Judo Federation und Olympic Solidarity zeigte das Camp erneut, warum es einen so wichtigen Platz in der Nachwuchsentwicklung einnimmt. Mit den näher rückenden Olympischen Jugendspielen Dakar 2026 vermittelte die Woche den Teilnehmenden einen echten Eindruck von leistungsorientierter Vorbereitung und blieb zugleich in den Bildungswerten verankert, die das Judo ausmachen.
Ein wesentlicher Teil dieser Erfahrung kam von den Menschen, die die Einheiten leiteten. Haruka Funakubo, Vize-Weltmeisterin und olympische Bronzemedaillengewinnerin, war gemeinsam mit dem olympischen Bronzemedaillengewinner und Europameister Sergei Aschwanden, Olympiasieger Udo Quellmalz und dem WM-Medaillengewinner Orkhan Safarov sowie weiteren angesehenen Athletinnen, Athleten und Coaches auf der Tatami, um die nächste Generation anzuleiten.
Jeder Tag brachte eine andere Herausforderung. Technische Präzision, taktisches Verständnis, intensives Randori und gemeinsamer Erfahrungsaustausch kamen zusammen und gaben den Athletinnen und Athleten Einblicke in eine große Bandbreite an Stilen und Coaching-Methoden. Mit so vielen Ländern an einem Ort wurde das Camp zu mehr als nur einem Trainingsblock. Es war eine Gelegenheit zu sehen, wie Judo weltweit unterschiedlich aussehen und sich unterschiedlich anfühlen kann und dennoch dieselbe Sprache spricht.
In Fiesch fand Lernen weit über die Tatami hinaus statt.
Das Programm führte auch in die Bergwelt rund um das Camp. Die Teilnehmenden besuchten den Aletschgletscher, den größten Gletscher Europas, und der Ausflug vermittelte zugleich eine weiterreichende Botschaft zum Umweltschutz. Dieser Moment verband die sportliche Seite der Woche mit dem langjährigen Engagement der International Judo Federation für Nachhaltigkeit und Bewusstseinsbildung bei jüngeren Generationen.
Als der letzte Tag kam, veränderte sich die emotionale Stimmung ganz natürlich. Die letzten Randori-Einheiten fühlten sich bedeutungsvoller an, die abschließenden Trainings wurden zu einer weiteren Gelegenheit, etwas Neues mitzunehmen, und jeder Abschied machte deutlich, wie schnell durch Judo starke Bindungen entstehen können.
Die Wirkung des Camps wurde von mehr getragen als nur von seinen bekannten Namen. Coaches, Organisatoren, Freiwillige und Partner trugen alle dazu bei, eine Atmosphäre zu schaffen, in der junge Athletinnen und Athleten sich testen, an Selbstvertrauen gewinnen und den internationalen Geist dieses Sports unmittelbar und persönlich erleben konnten.
Sergei Aschwanden, der Gründer des Camps, beschreibt das Projekt seit Langem als etwas Größeres als ein gewöhnliches Trainingslager, und diese Ausgabe verlieh dieser Idee spürbares Gewicht. In Fiesch teilten unterschiedliche Stile und verschiedene nationale Hintergründe dieselbe Tatami, und genau diese Mischung wurde erneut zu einer der größten Stärken der Veranstaltung.
Für die Schweiz wird der Schwung im Judo schon bald weitergehen, und zwar mit dem ersten Grand Slam von Lausanne Ende August. Davor werden sich viele der jungen Athletinnen und Athleten, die in Fiesch gemeinsam trainierten, voraussichtlich bei den Cadet-Weltmeisterschaften 2026 in Guayaquil in Ecuador wieder begegnen, wo die Lehren und Freundschaften aus diesem Camp im Wettkampf auf die Probe gestellt werden.
Der Weg aus Fiesch führt nun in Richtung Dakar und Ecuador.
Die nächste Ausgabe des IJF Youth Camp ist bereits für den 18. bis 24. Juli 2027 angesetzt. Für alle, die in diesem Jahr dabei waren, scheint die Botschaft klar: Die Woche in der Schweiz drehte sich nicht nur darum, besser zu werden, sondern darum, in Judo Teil von etwas Größerem zu sein.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation