Europas Leichtgewichte fordern Japans Stars beim Grand Prix in Linz heraus
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Der Auftakt des Upper Austria Grand Prix 2026 in Linz brachte genau das, was Fans lieben: Favoriten, die liefern, und Überraschungen, die alles durcheinanderwirbeln. Besonders in den Leichtgewichtsklassen sorgten europäische Judoka dafür, dass die starke japanische Präsenz nicht unangefochten blieb.
Im Limit bis 48kg schockte die Niederländerin Vera Wandel das Feld, als sie Topgesetzte Abiba Abuzhakynova im Viertelfinale ausschaltete und so ihr Ticket für das Halbfinale löste. Ihre Teamkollegin Amber Gersjes kämpfte sich mit Siegen über Helen Habib, Tamar Malka und Laura Martínez Abelenda ebenfalls in die Vorschlussrunde. Dort stoppte Spaniens Eva Pérez Soler ihren Lauf und zog ins Finale gegen die Japanerin Mitsuki Kondo ein.
Niederländerinnen sorgen im -48kg-Feld für Aufsehen
Gersjes trifft nun im Kampf um Bronze erneut auf Abuzhakynova, während Wandel in ihrem Medaillenduell wieder auf Martínez Abelenda trifft – zwei Matches, in denen Europa weitere Podestplätze ins Visier nimmt. In der Klasse bis 52kg setzte die Ungarin Róza Gyertyás ein Ausrufezeichen und erreichte souverän das Finale. Dort wartet Japans Iroha Oi, die im Halbfinale die Mitfavoritin Ayumi Leiva Sánchez stoppte. Die Spanierin kämpft nun um Bronze gegen Tatum Keen aus Großbritannien.
In der Kategorie bis 57kg unterstreicht Japan seine Tiefe mit einem rein japanischen Finale zwischen Moa Ono und Ayami Takano. Ono eliminierte dabei unter anderem die topgesetzte Marica Perišić aus Serbien und später auch Frankreichs Martha Fawaz im Halbfinale, während Takano Spaniens Marta García Martín ausschaltete. Fawaz kann mit einem Sieg gegen Jessica Lima aus Brasilien dennoch eine Medaille erobern und Europa im Medaillenspiegel weiter stärken.
Bei den Männern bis 60kg setzte sich der französische Favorit Romain Valadier-Picard im Halbfinale gegen den Japaner Sei Sato durch und steht damit verdient im Finale. Dort trifft er auf den Ukrainer Dilshot Khalmatov, der Sherzod Davlatov aus Kasachstan ausschaltete – ein rein europäisches Finale, das für ordentlich Spannung sorgt. In der Klasse bis 66kg kommt es zum erwarteten Showdown der Topgesetzten: Nummer eins Ruslan Pashayev aus Aserbaidschan gegen Ronald Lima aus Brasilien.
Auch in den Bronzekämpfen mischt Europa vorne mit. Der georgische Olympiamedaillengewinner Vazha Margvelashvili tritt nach einem Sieg über den früheren Weltranglistenersten Denis Vieru im Repechage-Finale gegen Alberto Gaitero Martín aus Spanien an. Im zweiten Duell um Bronze stehen sich Adrián Nieto Chinarro aus Spanien und Gusman Kyrgyzbayev aus Kasachstan gegenüber – weitere Chancen auf glänzende Momente für die europäische Fraktion in Linz.
Quelle: JudoInside