Europa im Fokus: Spannende Mittelgewichte vor Tag zwei in Taschkent

Der zweite Wettkampftag des Grand Slam in Taschkent richtet den Scheinwerfer voll auf die Mittelgewichtsklassen. In der Hauptstadt Usbekistans treffen Athletinnen und Athleten aus 40 Nationen aufeinander, insgesamt 382 Starterinnen und Starter wollen Punkte auf der World Judo Tour sammeln. Am Samstag stehen die Männer bis 73kg und 81kg sowie die Frauen bis 63kg und 70kg auf der Matte.

In der Klasse bis 73kg der Männer kehrt Olympiasieger Hidayat Heydarov zurück und will nach einem schwierigeren Jahr wieder Dominanz zeigen. Lokalheld Shakhram Ahadov startet als Asienmeister mit dem Rückenwind des heimischen Publikums. Aus europäischer Sicht ist Danil Lavrentev besonders spannend, der nach seinem Finaleinzug beim Casablanca Open wieder im Rhythmus ist und nun den nächsten Schritt Richtung Grand-Slam-Podium anpeilt.

Die Frauen bis 63kg sind vielleicht das dichteste Feld des Tages, mit gleich mehreren europäischen Medaillenhoffnungen. Catherine Beauchemin-Pinard gilt dank ihrer Serie von Grand-Slam-Siegen als Maßstab, doch Iva Oberan will nach Rang fünf in Paris zeigen, dass sie mehr kann als knappe Platzierungen. Weltmeisterin Joanne van Lieshout kommt mit frischer Bronze aus Paris, während Manon Deketer und Angelika Szymanska die europäische Tiefe untermauern. Dazu gesellt sich Jessica Klimkait, Weltmeisterin und Olympiamedaillengewinnerin in einer niedrigeren Gewichtsklasse, die mit ihrer Erfahrung jederzeit um Edelmetall kämpfen kann.

Europas Frauen im U63kg liefern ein wahres Gipfeltreffen der Weltklasse.

In der Kategorie bis 81kg der Männer führt François Gauthier-Drapeau die Setzliste an, nach Grand-Slam-Titeln in Paris und Abu Dhabi im Jahr 2025. Mit seinem explosiven und variablen Judo wird er zum Gradmesser für alle Herausforderer. Dahinter lauern der in Europa bestens bekannte Vedat Albayrak, vierfacher Grand-Slam-Sieger, sowie starke internationale Konkurrenz, die jeden Fehler bestrafen will.

Bei den Frauen bis 70kg ist die Bühne breit für europäische Erfolge. Miriam Butkereit reist als Olympiasilbermedaillengewinnerin von Paris 2024 und WM-Dritte von 2025 an und gehört automatisch zum engsten Favoritenkreis. Italien setzt mit Irene Pedrotti, die in Paris knapp eine Medaille verpasste, und Grand-Slam-Siegerin Giorgia Stangherlin gleich zwei gefährliche Karten. Zusammen mit der hungrigen Konkurrenz verspricht diese Gewichtsklasse packende Duelle bis zum letzten Griff.

Quelle: JudoInside

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