Europa bringt starke Setzlisten nach Duschanbe
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Die IJF World Judo Tour macht Anfang Mai Halt in Duschanbe. Vom 1. bis 3. Mai trifft sich die Szene zum Dushanbe Grand Slam 2026, nachdem die Auslosung ein Feld von 240 Judoka aus 34 Nationen ergeben hat.
Kurz nach den kontinentalen Meisterschaften fehlt zwar ein Teil der ganz großen Namen, doch das Turnier wirkt deshalb keineswegs leer. In mehreren Gewichtsklassen bleibt die Qualität hoch, und gerade für viele Athletinnen und Athleten ist es die perfekte Bühne, um sofort wieder anzugreifen.
Aus europäischer Sicht ist der Blick besonders spannend, denn sechs der 14 topgesetzten Plätze gehen an Judoka aus Europa. Bei den Männern führen unter anderem Ayub Bliev im -60kg, Theodoros Tselidis im -90kg und Ushangi Kokauri im +100kg ihre Kategorien an. Dazu kommen mit Odette Giuffrida im -52kg, Ida Eriksson im -70kg und Asya Tavano im +78kg drei starke europäische Namen bei den Frauen.
Gerade das italienische Team steht dabei vor einer harten Aufgabe. Nach dem Einsatz in Tbilisi vor weniger als zwei Wochen bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, trotzdem ist Italien erneut prominent vertreten. Mit Giuffrida und Tavano bringt das Team zwei Topgesetzte nach Tadschikistan.
Europas Präsenz ist in Duschanbe nicht zu übersehen.
Für zusätzliche Schärfe sorgt im -70kg auch Michaela Polleres. Die zweifache Olympiamedaillengewinnerin aus Österreich erhöht die Dichte in einer ohnehin stark besetzten Klasse noch einmal deutlich.
Der Gastgeber Tadschikistan reist mit 40 Judoka an und stellt vier weitere topgesetzte Männer. Nach dem ersten Platz im Medaillenspiegel 2025 will das Heimteam sicher erneut Akzente setzen. Damals landete Aserbaidschan auf Rang zwei, Frankreich komplettierte die Top drei.
Die Ausgangslage ist damit offen und reizvoll zugleich. In einer Phase zwischen den großen Titelkämpfen kann Duschanbe für viele zum wichtigen Wendepunkt werden.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union