Europe hits the ground running in Dushanbe with golds and breakthrough medals - Image: EJU / European Judo Union

Starker Europa-Start in Duschanbe mit Gold, Comebacks und Premieren

Der Dushanbe Grand Slam 2026 begann mit Tempo, engen Kämpfen und vielen starken europäischen Resultaten. In den fünf leichtesten Gewichtsklassen wurden 20 Medaillen vergeben, und Europa sicherte sich davon zehn. Damit setzte der Kontinent am ersten Wettkampftag ein klares Zeichen.

In der Klasse bis 48 kg holte Amber Gersjes aus den Niederlanden Silber und sorgte damit für Europas einziges Edelmetall in dieser Kategorie. Nach dem frühen Aus bei den Europameisterschaften vor zwei Wochen war die Rückkehr auf das Podest ein wichtiges Signal. Im Finale musste sie sich Anudari Jamsran aus der Mongolei geschlagen geben, doch der Auftritt zeigte eine starke Reaktion.

Besonders präsent war Europa in der Klasse bis 60 kg. In allen Medaillenkämpfen stand mindestens ein europäischer Athlet auf der Matte, auch wenn die beiden Bronzekämpfe verloren gingen. Im Finale traf Artem Lesiuk aus der Ukraine auf Ayub Bliev aus Russland, sodass Gold für Europa bereits feststand.

Bliev übernahm den Kampf früh und brachte Lesiuk mit präzisem ashi-waza zu yuko aus dem Konzept. Kurz darauf legte er mit einem sauber getimten o-uchi-gari nach und erzielte Waza-ari. Lesiuk fand kaum einen Weg zurück, während Bliev den Druck bis zum entscheidenden Schlussangriff hoch hielt.

Europa war in Duschanbe vom ersten Block an voll im Rennen.

Auch in der Klasse bis 52 kg blieb Europa tonangebend. Kenya Perna aus Italien gewann mit Bronze ihre erste Medaille auf der IJF World Tour. Im Finale setzte sich Odette Giuffrida aus Italien gegen Aleksandra Kaleta aus Polen durch, obwohl Kaleta mit ihrem Griffkampf und Rhythmuswechseln lange dagegenhielt.

Giuffrida blieb ruhig, arbeitete kontrolliert und zwang ihre Gegnerin Schritt für Schritt zu Strafen. So sicherte sich die Italienerin ihren sechsten Grand-Slam-Titel. Es war kein lauter Sieg, sondern einer, der aus Erfahrung, Übersicht und Disziplin entstand.

In der Klasse bis 57 kg kam mit Olga Mukhina aus Russland eine weitere europäische Siegerin dazu. Im Finale gegen Ariunzaya Terbish aus der Mongolei reichte ein gut vorbereiteter o-uchi-gari zu yuko für den entscheidenden Vorteil. Natalia Elkina, ebenfalls aus Russland, ergänzte Europas Bilanz mit Bronze.

Auch bis 66 kg sammelte Europa weitere Podestplätze. Iago Abuladze und German Kobets, beide aus Russland, gewannen Bronze, wobei Kobets damit erstmals auf dem Podium der IJF World Tour stand. Nach einem technisch starken ersten Tag reist Europa also mit Rückenwind in den zweiten Wettkampftag.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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