Europa setzt in Tbilisi gleich ein Ausrufezeichen – Auftakt mit viermal Gold
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Der IJF World Tour-Zirkus ist in Tbilisi angekommen – und für Europas Top-Judoka fühlte sich Tag eins wie ein Vorgeschmack auf die Senior European Championships 2026 an, die in einem Monat im Olympic Sports Palace stattfinden. Schon jetzt zeigte sich: Auf diesem Kontinent ist richtig Druck auf dem Kader. Beim Tbilisi Grand Slam 2026 holte Europa vier der fünf Goldmedaillen und stand fast überall auf dem Podium.
17 von 20 Medaillen gingen am ersten Tag an Europa.
In der Klasse -48 kg gab es einen kompletten europäischen Podest-Sweep. Marina Vorobeva (RUS) erledigte Sarah Ischt (GER) schnell mit Osae-komi zum Ippon, während Sabina Giliazova (RUS) gegen Eva Pérez Soler (ESP) mit einem punktgenauen Uchi-mata Ippon warf. Im Finale drehte Tuğçe Beder (TUR) die Erwartungen: Gegen Tara Babulfath (SWE), die als Favoritin galt, blieb sie geduldig, hielt das Duell eng und gewann im Golden Score über Strafen – ihr erstes Grand Slam-Gold.
In -52 kg wurde es dramatisch, weil Topgesetzte Reka Pupp (HUN) gleich zum Start gegen Pauline Cuq (FRA) rausging. Am Ende stand dennoch Frankreich im Rampenlicht: Blandine Pont (FRA) arbeitete sich technisch sauber ins Finale und entschied es gegen Tatum Keen (GBR) spät mit einem Yuko durch O-soto-gari. Damit feierte Pont ihre vierte Grand Slam-Goldmedaille, aber erstmals in dieser Gewichtsklasse.
Auch in -57 kg gab es europäische Highlights: Martha Fawaz (FRA) holte Bronze mit Yuko durch Seoi-otoshi. Und Pihla Salonen (FIN) schrieb ihre eigene Story, als sie nach Rückstand gegen Nino Loladze (GEO) erst Waza-ari mit Kata-guruma setzte und dann per Konter Ippon nachlegte – ihre erste Grand Slam-Medaille.
Nur in -66 kg rutschte Europas Goldchance weg: Turan Bayramov (AZE) nahm Silber, während Petros Christodoulides (CYP) Bronze verpasste, als Tornike Gigauri (GEO) mit Sumi-gaeshi Ippon traf. Insgesamt bleibt das Signal klar: Europa ist in Tbilisi nicht nur dabei, sondern tonangebend.
Quelle: EJU_News