Czech judo turns 90 in Teplice with one eye on its next generation - Image: EJU / European Judo Union

90 Jahre, viele Kapitel: Tschechiens Judo blickt in Teplice nach vorn

In Teplice wurde am 25. April nicht nur ein Jubiläum gefeiert. Die Tschechische Judo-Föderation nutzte ihren 90. Geburtstag auch für einen Blick auf den eigenen Weg durch fast ein Jahrhundert Sportgeschichte. Rund 120 Athletinnen und Athleten, Trainer, Funktionäre und Gäste aus dem In- und Ausland kamen im Krušnohorské Theatre zusammen.

Mit dabei war auch EJU-Generalsekretär Dr Martin Poiger. In seiner Ansprache übermittelte er die Glückwünsche von Dr László Tóth und der europäischen Judo-Familie. Damit bekam der Abend einen klaren europäischen Rahmen, passend zu einer Föderation, die über Jahrzehnte auf und neben der Matte Spuren hinterlassen hat.

Das Programm war in sechs Zeitabschnitte gegliedert. Es zeigte die Entwicklung vom Aufbau in den Jahren 1936 bis 1955 über den ersten Olympioniken und Erfolge bei Weltmeisterschaften bis hin zur ersten WM-Medaille der Frauen zwischen 1993 und 2011. Für die Phase von 2012 bis 2021 stand vor allem ein Name: Lukáš Krpálek.

Die Feier ehrte Vergangenheit, Gegenwart und den nächsten Schritt.

Poiger hob Krpáleks außergewöhnliche Laufbahn besonders hervor. Europäische, Welt- und Olympiatitel in zwei Gewichtsklassen machen ihn zu einer prägenden Figur des tschechischen und europäischen Judo. Zugleich würdigte er Vladimír Bárta für seine Rolle in der Entwicklung des modernen Judo sowie Michal Vachun für seinen langjährigen Beitrag innerhalb der European Judo Union.

Auch Auszeichnungen standen im Mittelpunkt des Abends. Jiří Sosna erhielt den EJU Judo Hero Award, während Vladimír Bárta und Pavel Volek mit dem EJU Order of Merit geehrt wurden. Renata Zachová wurde als Judoka des Jahres in Tschechien ausgezeichnet.

Dazu kamen Graduierungen, die die Breite des Landesverbands unterstrichen. Petr Lacina erhielt den 7th Dan, weitere bekannte Namen wie Lukáš Krpálek, Jaromír Ježek und Pavel Petřikov wurden mit dem 6th Dan ausgezeichnet. So wirkte der Abend nicht nur wie eine Rückschau, sondern wie ein starkes Signal, dass das tschechische Judo weiter eine wichtige Rolle in Europa spielen will.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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