Cvjetko meldet sich mit Gold-Comeback in Portimão zurück

Der Auftakt des Portimão Junior European Cup 2026 hatte alles, was man von einem Top-Event erwarten kann: volle Tribünen, hart umkämpfte Duelle und starke europäische Leistungen. 362 Judoka aus 23 Nationen gingen auf die Tatami und sorgten für ein intensives Niveau vom ersten bis zum letzten Kampf. In der Nationenwertung setzte sich nach Tag eins Italien an die Spitze, dicht gefolgt von Spanien.

Im Mittelpunkt stand aber eine Athletin: Jana Cvjetko aus Kroatien. Die jüngere der Cvjetko-Schwestern dominierte die Kategorie -70kg im Portimão Arena und ließ ihren Gegnerinnen keinen einzigen Score. Nach rund zweieinhalb Monaten Pause wegen einer Knieverletzung, die sie nach den Junioren-Weltmeisterschaften 2025 erlitt, kehrte sie beeindruckend stark auf die europäische Bühne zurück. Ihr Sieg bringt nicht nur das Gold, sondern auch wichtige Weltranglistenpunkte für den weiteren Saisonverlauf.

Cvjetkos perfektes Comeback setzt ein Ausrufezeichen für die europäische Konkurrenz.

Taktisch souverän und körperlich stabil führte Cvjetko ihren Weg durch das Tableau, auch wenn ihre Vorbereitung laut eigener Aussage eher kurz ausfiel. Sie nutzte jede Chance konsequent aus und ließ nie den Eindruck entstehen, dass die Verletzung sie noch ausbremst. Für ihre Konkurrentinnen ist klar: In dieser Kategorie führt der Weg aktuell über die Kroatin.

Auch in der Klasse -73kg glänzten europäische Talente. Im Finale trafen mit Narek Vardanian aus Schweden und Lucio Tavoletta aus Italien zwei Medaillengewinner der Junioren-Europameisterschaften 2025 aufeinander. Nach einem ausgeglichenen Duell fiel die Entscheidung gleich zu Beginn des Golden Score, als Vardanian mit ippon den Sieg holte.

Bei den Schwergewichtsfrauen sorgten die Schwestern Mama und Ballalo Coulibaly Toure aus Spanien für ein besonderes Highlight. Im +78kg-Halbfinale standen sie sich direkt gegenüber, ein Familientreffen mit hoher sportlicher Spannung. Mama setzte sich durch und holte später Gold, während Ballalo sich nach der Niederlage sammelte und mit einer starken Leistung Bronze sichern konnte. Am zweiten Tag geht es in Portimão weiter – passend zum Internationalen Frauentag stehen dann erneut viele starke Kämpferinnen im Fokus.

Quelle: EJU_News

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