From Cadet Tatami to Olympic Gold: Europe’s Early Signs of Greatness in Judo - Image: EJU / European Judo Union

Vom Kadetten-Tatami zu olympischem Gold: Europas frühe Zeichen der Größe im Judo

Im europäischen Judo zeigt sich ein auffälliges Muster: Einige Olympiasieger waren schon als Kadetten kontinentale Titelträger, lange bevor sie die Spitze des Sports erreichten. Der Rückblick der EJU verbindet diese frühen Titel bei Kadetten-Europameisterschaften mit späterem olympischem Gold und zeigt, wie früh sich Spitzenpotenzial auf dem Tatami zeigen kann.

Der erste Name in dieser Reihe war Angelo Parisi aus Frankreich. Er gewann 1970 in Bordeaux Kadetten-Europagold und wurde 1980 in Moskau im +95-kg-Wettbewerb als erster frühere Kadetten-Europameister Olympiasieger im Judo. Seine olympische Bilanz wuchs auf vier Medaillen, dazu kamen große Erfolge auf Junioren- und Senioren-Europaebene.

Ilias Iliadis gab diesem Weg ein weiteres unvergessliches Kapitel. Der Grieche gewann 2002 in Győr den Kadetten-Europatitel, noch bevor er 16 Jahre alt war, und wurde nur zwei Jahre später in Athen Olympiasieger. Vor heimischem Publikum gelang ihm einer der bemerkenswertesten Aufstiege dieser Geschichte, später ergänzte er seine Sammlung um Welt- und Europatitel.

Auch andere Athleten gingen denselben Weg von Kadettenversprechen zu olympischem Ruhm. Aserbaidschans Elnur Mammadli gewann 2004 in Rotterdam Kadetten-Europagold und holte später olympisches Gold in der Klasse bis 73 kg bei Peking 2008. Russlands Arsen Galstyan wiederholte dieses Muster von Salzburg 2005 bis London 2012 in der Klasse bis 60 kg, während Khasan Khalmurzaev nach seinem Kadettenerfolg 2009 in Koper 2016 in Rio olympisches Gold in der Klasse bis 81 kg gewann.

Frankreichs Clarisse Agbegnenou sticht als einer der größten Namen auf dieser Liste hervor. Nach ihrem Sieg bei den Kadetten-Europameisterschaften 2008 in Sarajevo baute sie eine Karriere voller großer Titel auf, darunter fünf Senioren-Europatitel, sechs WM-Goldmedaillen und fünf olympische Medaillen. Ihren olympischen Einzeltitel gewann sie in Tokio 2021, zudem holte sie olympisches Teamgold in Tokio und in Paris 2024.

Manche Champions waren schon Jahre sichtbar, bevor die Welt sie wirklich wahrnahm.

Georgiens Lasha Bekauri machte aus Kadettengold in Kaunas 2017 noch Größeres und gewann olympische Titel in Folge in Tokio 2021 und Paris 2024. Aserbaidschans Hidayat Heydarov setzte ebenfalls früh Akzente mit Kadettengold in Tallinn und Athen und vollendete 2024 ein seltenes Triple aus Europa-, Welt- und Olympiagold im selben Jahr.

Auch in den Frauenklassen gibt es eine starke aktuelle europäische Geschichte. Sloweniens Andreja Leški gewann 2014 in Athen Kadetten-Europagold, wurde später 2023 Senioren-Europameisterin und holte dann 2024 in Paris olympisches Gold. Kroatiens Barbara Matić folgte ihrem eigenen langen Weg von Kadettengold 2010 in Teplice über WM-Titel 2021 und 2022 sowie EM-Gold in Zagreb bis zu olympischem Gold in Paris 2024.

Aserbaidschans Zelym Kotsoiev vervollständigt die Liste der 11 Olympiasieger, die von der EJU hervorgehoben werden. Er wurde 2014 und 2015 zweimal Kadetten-Europameister und anschließend 2024 sowohl Welt- als auch Olympiasieger.

Der Artikel richtet den Blick auch auf die Gegenwart. Unter den amtierenden Weltmeistern, die 2025 in Budapest gekrönt wurden, sind mehrere frühere Kadetten-Europameister: Italiens Assunta Scutto, Georgiens Eteri Liparteliani, Russlands Timur Arbuzov, Russlands Matvey Kanikovskiy und Russlands Inal Tasoev.

Mit den nächsten Kadetten-Europameisterschaften auf Gran Canaria vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 ist die Botschaft einfach und spannend. Manchmal ist der künftige Olympiasieger schon da, noch jung, schon erfolgreich und steht doch erst am Anfang.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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