Built on grit: Momo Tamaoki rises to No.1 in the U57kg rankings

Ausdauer statt Hype: Tamaoki klettert an die Spitze der U57kg-Weltrangliste

In der U57kg-Klasse wechseln die Namen an der Spitze oft schnell. Momo Tamaoki hat ihren Platz dagegen nicht mit einem einzigen Knallmoment erobert, sondern mit Jahren, in denen sie immer wieder tief in Turniere gegangen ist. Jetzt steht die Japanerin ganz oben in der Weltrangliste – ein Lohn für Konstanz, nicht für einen einmaligen Ausreißer nach oben.

Ihr internationales Ausrufezeichen setzte Tamaoki früh: 2014 gewann sie in Miami den Junioren-Weltmeistertitel. Viele Talente haben danach Mühe, bei den Senioren wirklich Fuß zu fassen. Bei ihr wurde aus dem Versprechen ein langfristiger Standard – mit mehr als 25 Medaillen auf der IJF World Judo Tour und einer Präsenz, die in dieser Gewichtsklasse fast schon beruhigend verlässlich wirkt.

Die U57kg hat eine neue Nummer eins – und sie kommt über den langen Atem.

Der größte Titel im Seniorenbereich fehlt ihr allerdings weiterhin. Am nächsten dran war sie bei den Weltmeisterschaften in Budapest, wo sie 2021 und erneut 2025 jeweils Silber holte. Diese Finalniederlagen schmerzten, aber sie zeigten auch, wie selten es ist, über mehrere olympische Zyklen hinweg in dieser Dichte auf Weltklasse-Niveau zu bleiben.

Ihre Laufbahn ist gespickt mit Stationen, die auch aus europäischer Sicht auffallen: Grand Prix-Siege in Budapest (2016) und Zagreb (2017) gehören genauso dazu wie Grand Slam-Gold in Baku (2021) und erneut der Grand Slam in Baku 2025. Dazu kamen weitere große Erfolge wie der Asienmeistertitel 2022.

Prägend waren außerdem die Duelle mit Kanadas Christa Deguchi und Jessica Klimkait, die die Klasse über Jahre mitgestaltet haben. Mit Klimkaits Wechsel in die U63kg verschiebt sich das Feld erneut – und Tamaoki bekommt die Chance, ihre Führungsrolle nicht nur zu erreichen, sondern auch zu festigen.

Quelle: JudoInside

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