Brasilien gibt das Tempo vor, während São Paulo ein starkes Para-Judo-Wochenende abschließt
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São Paulo beendete ein bedeutendes Para-Judo-Wochenende mit den IBSA Judo Americas and Oceania Championships 2026, nach zwei Wettkampftagen beim IBSA Judo Grand Prix São Paulo 2026. Am letzten Tag verlagerte sich der Fokus von Grand-Prix-Wettkämpfen auf Weltniveau hin zu kontinentalen Titeln, und Brasilien nutzte diesen Moment auf heimischem Tatami.
Mit einem kompletten Team von 26 Athletinnen und Athleten beendete das Gastgeberland den Medaillenspiegel mit 11 kontinentalen Goldmedaillen an der Spitze. Es war ein weiteres starkes Ausrufezeichen, nachdem Brasilien bereits beim Grand Prix überzeugt hatte, und unterstrich seinen Platz unter den führenden Nationen im IBSA-Judo.
Dennoch war dies keine Geschichte nur einer Mannschaft. Kolumbien, Argentinien, Mexiko und Australien gewannen jeweils einen kontinentalen Titel und zeigten damit, dass das Niveau in Amerika und Ozeanien weiter steigt. Insgesamt verließen sieben der zehn teilnehmenden Nationen die Veranstaltung mit mindestens einer Medaille, ein klares Zeichen dafür, dass Para-Judo in der Region wettbewerbsfähiger und breiter ausgeglichen wird.
Die Veranstaltung spiegelte auch ein ermutigendes Wachstum bei der Teilnahme wider. Athletinnen und Athleten aus 10 Nationen traten an, Männer und Frauen waren dabei nahezu gleich stark vertreten. Dieses Gleichgewicht war wichtig, weil es nicht nur auf Tiefe im Feld hinwies, sondern auch auf eine gesündere und inklusivere Zukunft für das Para-Judo.
Brasilien dominierte den Medaillenspiegel, doch die gesamte Region zeigte echten Aufwind.
Eines der stärksten Details dieser Meisterschaften kam aus den Kampfstatistiken. Bemerkenswerte 97,5 % aller Kämpfe wurden durch eine positive Wertung entschieden, und 83,8 % endeten mit Ippon. Diese Zahlen sagen viel über den Charakter des Para-Judo auf diesem Niveau aus: Die Athletinnen und Athleten wollen durch angreifendes Judo gewinnen, statt auf Strafen zu warten oder die Uhr zu verwalten.
Diese offensive Haltung gab den Meisterschaften eine klare Identität. Das Judo war dynamisch, direkt und den Grundwerten des Sports treu, wobei die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer konsequent auf entscheidende Wertungen aus waren. Für die Zuschauer bedeutete das eine Veranstaltung voller Aktion und mit sehr wenigen passiven Momenten.
Zu den Einzelergebnissen gehörte der Sieg von Eduardo GAUTO aus Argentinien in J1 Männer -70 kg, während Jocelyn Atziri ORTIZ CARREON aus Mexiko J1 Frauen -52 kg gewann. Kolumbien feierte Gold durch Eslendy Catalina D LAMADRID PENUELA in J2 Frauen -52 kg, und Australien erreichte mit Taylor GOSENS in J2 Frauen -70 kg den obersten Platz auf dem Podium. Diese Siege waren wichtig, besonders in einer Meisterschaft, in der Brasiliens Gesamtdominanz die Fortschritte der anderen leicht hätte überdecken können.
Brasiliens eigene Siegerliste war lang und umfasste Danilo David GERONIMO SILVA, Arthur CAVALCANTE DA SILVA, Wilians DE ARAUJO, Thiego DA SILVA, Denis ROSA, Marcelo CASANOVA, Larissa SILVA, Brenda SOUZA DE FREITAS, Erika ZOAGA, Lucia ARAUJO und Rebeca SILVA. Auf heimischem Boden lieferten sie eine Leistung ab, die dem Publikum viel in Erinnerung bleiben ließ.
Die Zahlen hinter der Veranstaltung zeigen einen Stil, der auf Wertungen und nicht auf bloßes Überleben ausgerichtet ist.
Als das dreitägige Programm zu Ende ging, hinterließ São Paulo mehr als nur einen Medaillenspiegel. Der Grand Prix eröffnete den Qualifikationsweg zu den Paralympischen Spielen Los Angeles 2028, und gleichzeitig kürten die kontinentalen Meisterschaften neue Champions.
Der Erfolg der Veranstaltung beruhte auch auf der Arbeit jenseits der Wettkampffläche. Offizielle, Kampfrichter, technisches Personal und Freiwillige sorgten das gesamte Wochenende über für einen reibungslosen Ablauf und schufen damit die Bedingungen, unter denen die Athletinnen und Athleten ihr Bestes leisten konnten.
Nun geht der Para-Judo-Kalender weiter, mit der nächsten Station im kommenden Monat in Deutschland. Die Botschaft aus São Paulo war einfach, aber kraftvoll: Para-Judo wächst, das Niveau steigt, und das Rennen in Richtung Los Angeles 2028 ist in vollem Gange.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: IJF / International Judo Federation