Boukli digs deep in Tbilisi and keeps her perfect European run alive

Boukli hält Frankreichs Auftakt hoch – füntes EM-Gold nach zähem Finale

Shirine Boukli hat bei den Europameisterschaften in Tiflis erneut geliefert. Die Französin holte bei ihrer fünften Teilnahme ihren fünften Titel und setzte damit gleich am ersten Wettkampftag ein starkes Zeichen für das französische Team. Besonders beeindruckend: Bei Europameisterschaften hat sie bisher noch keinen Kampf verloren.

Das Finale gegen Sabina Giliazova wurde allerdings zu einer echten Geduldsprobe. Der Kampf zog sich bis in den golden score und endete erst nach acht Minuten, als Giliazova ein Shido für einen Scheinangriff erhielt. Boukli sprach danach selbst von ihrem wohl längsten Finale bei einer EM.

Fünf Starts, fünf Titel: Bouklis EM-Bilanz bleibt makellos.

Trotz des Goldes wirkte die 27-Jährige im Anschluss nicht nur erleichtert, sondern auch kritisch mit sich selbst. Sie machte deutlich, dass sie mit der Art des Sieges nicht ganz zufrieden war und lieber auf eine andere Weise gewonnen hätte. Gleichzeitig stellte sie klar, dass ein Titel immer seinen Wert hat, gerade an einem Tag, der ihr körperlich und mental viel abverlangte.

Boukli beschrieb ihre Leistung als gründlich und detailorientiert. Sie erklärte auch, dass sie es dabei manchmal fast übertreibe und dadurch müde werde, weil ihr Judo sehr dynamisch sei. Genau diese Mischung aus Energie, Präzision und Anspruch an sich selbst macht sie aber seit Jahren zu einer der prägenden Athletinnen Europas.

Für Frankreich war dieser Erfolg mehr als nur die erste Goldmedaille des Tages. Er setzte sofort das Tempo und gab dem Team einen emotional wichtigen Start in das Turnier. Boukli bewies einmal mehr, dass sie auf der EM-Bühne nicht nur liefern kann, sondern fast schon eine eigene Tradition aufgebaut hat.

Quelle: EJU_News

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