Belgium joins the Adapted Judo Tour as Vandecaveye backs Kortrijk weekend

Kortrijk setzt ein Zeichen: Adapted Judo kommt erstmals in Belgiens EJU-Tour

Kortrijk wird im April 2026 zur Bühne für ein Wochenende, das mehr sein will als ein Turnier. Am 11. und 12. April richten Judo Belgium und die European Judo Union (EJU) gemeinsam mit der Stadt Kortrijk und Judo Kortrijk das Triglav Insurance Get Together Tournament aus. Austragungsort ist das Lange Munte Sports Centre.

Im Zentrum steht Adapted Judo: Judoka mit intellektuellen, körperlichen, visuellen und Hörbeeinträchtigungen treffen in einem inklusiven Wettbewerbsrahmen aufeinander. Teams aus ganz Europa kommen zusammen, um zu kämpfen, sich auszutauschen und die Werte des Judo spürbar zu machen.

Für Belgien ist es ein Meilenstein, denn das Land steigt damit erstmals in die European Adapted Judo Tour ein. Rückhalt bekommt das Projekt von einer der bekanntesten Sportpersönlichkeiten des Landes: Gella Vandecaveye übernimmt die Rolle der Patronin. Die siebenfache Europameisterin gewann 1993 ihren ersten Weltmeistertitel, wurde 1999 zur European Judoka of the Year gewählt und holte olympisches Silber 1996 sowie Bronze 2000.

In Kortrijk geht es um Wettkampf – und darum, wirklich dazuzugehören.

Bei einer Pressekonferenz auf der Matte, verbunden mit einer Vorbereitungseinheit auf dem tatami, betonte Vandecaveye die Wirkung von Adapted Judo: Sport könne Entwicklung und Gesundheit fördern und dabei helfen, Isolation zu durchbrechen. Ihre Erfahrungen aus dem Special Olympics-Umfeld prägen dabei ihren Blick: Teilnehmen sei oft wichtiger als Gewinnen.

Parallel zum Turnier treibt Judo Vlaanderen die Ausbildung im Bereich Adapted Judo voran. Gemeinsam mit EJU-Spezialistinnen und -Spezialisten ist eine Clinic für Judoka und Coaches geplant, mit Fokus auf Unterrichtsmethoden für Athletinnen und Athleten mit Behinderungen. Zusätzlich soll es eine offene Inclusion-Trainingseinheit geben. Zuschauerinnen und Zuschauer haben freien Eintritt, Vandecaveye wird am Sonntag vor Ort sein.

Quelle: EJU_News

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