Two judoka in blue and white judogi face each other on the tatami, with spectators blurred in the background.

Bakus europäische Herausforderer im Weltklassefeld

Bei der Judo-WM 2026 in Baku vom 4. bis 11. Oktober treffen in den Männerklassen bis 60 kg und bis 66 kg zahlreiche europäische Medaillenkandidaten aufeinander. Heimunterstützung, aufstrebende Talente und erfahrene Medaillengewinner prägen zwei Gewichtsklassen, in denen Japans Athleten die Messlatte hoch legen.

In der Klasse bis 60 kg geht Aserbaidschans Balabay Aghayev als Weltranglistenerster mit viel Rückenwind bei seiner Heim-WM an den Start. 2026 gewann er Grand-Slam-Gold in Paris und Ulaanbaatar sowie Silber in Taschkent und steht damit an der Spitze eines stark besetzten europäischen Feldes.

Japans Ryuju Nagayama reist als amtierender Weltmeister an. In Budapest gewann er 2025 seinen ersten WM-Titel bei den Senioren, als er im Finale Frankreichs Romain Valadier Picard besiegte. Valadier Picard kehrt nach seinem WM-Silber zurück und liegt in der Weltrangliste direkt hinter Aserbaidschans Ahmad Yusifov. Yusifov, Nummer fünf der Welt, gewann in diesem Jahr bereits in Taschkent und holte Bronze bei den Europameisterschaften sowie in Qingdao.

Israels Izhak Ashpiz zählt zu den auffälligsten jungen Judoka des Jahres 2026. Mit erst 18 Jahren ist er Weltranglistenzweiter, nachdem er die Grand Slams in Tiflis und Ungarn gewann. Dazu kamen Bronzemedaillen in Paris, Ulaanbaatar und bei den Europameisterschaften.

Georgiens Giorgi Sardalashvili ist ein weiterer großer Name bis 60 kg. Der Weltmeister von 2024 gewann 2025 den EM-Titel und wurde in diesem Jahr Zweiter bei den Europameisterschaften. Da Georgien westlich an Aserbaidschan grenzt, könnte er in Baku auf starke Unterstützung zählen.

In der Klasse bis 60 kg treffen Weltmeister, Hoffnungen des Gastgeberlandes und ein 18-jähriger Weltranglistenzweiter aufeinander.

Bis 66 kg wartet auf Europas führende Athleten eine andere Aufgabe: Japans Takeshi Takeoka und Abe Hifumi setzen in dieser Gewichtsklasse den Maßstab. Takeoka ist amtierender Weltmeister und Weltranglistenerster. Nach seinem Titelgewinn in Budapest siegte er 2026 bei den Grand Slams in Paris und Ulaanbaatar. Abe, vierfacher Weltmeister und zweimaliger Olympiasieger, gewann beide seiner internationalen Turniere in diesem Jahr und ist an Position fünf gesetzt.

Russlands Ramazan Abdulaev ist als Weltranglistendritter der höchstplatzierte Europäer. Zwar gewann er 2026 noch kein Turnier der World Judo Tour, seine Konstanz zeigte er jedoch mit Silber in Ulaanbaatar sowie Bronze in Tiflis, Kasachstan und Lausanne. Sein Landsmann Murad Chopanov kommt als Europameister 2026 nach Baku.

Aserbaidschans Ruslan Pashayev startete mit Bronze in Paris ins Jahr und gewann anschließend den Grand Prix von Oberösterreich. Eine erste WM-Medaille bei den Senioren auf heimischer Tatami wäre ein besonderer Moment. Finnlands Luukas Saha, WM-Bronzemedaillengewinner von 2024, reist nach seinem EM-Silber in diesem Jahr ebenfalls an. Moldaus Denis Vieru bringt nach Silber in Lima und Bronze in Ungarn zudem olympische Bronzemedaillen-Erfahrung mit.

Europas Athleten bis 66 kg brauchen in Baku ihr bestes Judo, um gegen Japans Elite zu bestehen.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Zurück zum Blog