Die Borchashvilli-Familie trägt Österreichs Judo mit voller Kraft
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Bei den Europameisterschaften der Senioren in Tiflis 2026 steht für Österreich nicht nur einzelne Klasse auf der Matte, sondern auch eine ganze Judo-Geschichte. Mit Movli Borchashvilli in der Klasse über 100 kg, Magamed Borchashvilli bis 81 kg und ihrem Cousin Isssa Naschcho bis 90 kg ist eine Familie gleich mehrfach vertreten. Dazu kommt mit Adam ein weiterer wettkampfstarker Bruder, während ältere Cousins wie Shamil, Wachid und Kimran Borchashvili bereits ein wichtiges Kapitel im österreichischen Judo geschrieben haben.
Besonders stark wirkt dabei die Verbindung zwischen Generationen. Shamil Borchashvili gewann Bronze bei den Olympischen Spielen von Tokio 2020, und auch nach den aktiven Spitzenjahren bleibt die Familie prägend. Shamil, Kimran und Wachid haben einen eigenen Klub aufgebaut und arbeiten inzwischen an der nächsten Generation österreichischer Judoka.
Die Geschichte der Familie ist eng mit Migration und Neuanfang verbunden. Die Borchashvil(l)is kamen einst aus Tschetschenien in Russland nach Österreich. Für die Familie war Judo zunächst ein Weg, sich schneller im neuen Umfeld einzuleben. Aus diesem Anfang entwickelte sich mit den Jahren weit mehr als nur ein Hobby.
In Tiflis zeigt sich, wie tief Judo in dieser Familie verankert ist.
Movli beschreibt den Erfolg der älteren Verwandten und Brüder als ständige Motivation. Auch Magamed hebt hervor, wie besonders es ist, gemeinsam zu trainieren und sich gegenseitig zu fordern. Gerade dieser familiäre Rückhalt unterscheidet ihren Alltag von vielen anderen Athletinnen und Athleten, die Teamkollegen oft nur bei Lehrgängen und Wettkämpfen sehen.
Trotz verschiedener Wohnorte in Wien und Oberösterreich bleibt der Austausch eng. Vieles läuft über gemeinsame Einheiten mit dem Nationalteam in Linz, zusätzlich trainiert Magamed auch im Klub der älteren Cousins. Movli wiederum braucht als Schwergewicht andere Voraussetzungen und nicht immer passende Sparringspartner.
Der sportliche Blick geht bereits weiter. Beide Brüder sind als Sportsoldaten beim österreichischen Bundesheer eingebunden, reisen gern zu Trainingslagern und verfolgen ein klares Ziel: Medaillen, Titel und gemeinsam die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu erreichen. Für Österreich ist diese Familie damit weit mehr als eine schöne Geschichte. Sie ist ein echtes Leistungssymbol im europäischen Judo.
Quelle: EJU_News