Linz setzt Zeichen: Erster Mind Dojo auf der IJF World Tour
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In Linz gibt es beim IJF World Tour Event nicht nur starke seoi-nage und uchi-mata, sondern auch ein Weltpremiere-Projekt für den Kopf. In der TipsArena wurde zum ersten Mal ein eigener Mind Dojo – Dojo for the Soul eröffnet, der sich gezielt an Athletinnen, Athleten, Trainer und auch Kampfrichter richtet. Hinter der Idee steht die österreichische Verbandsfunktionärin und IJF Mental Health Officer Veronika Jakl, die damit ein deutliches Signal für mentale Gesundheit im Spitzensport setzt.
Ein Ruheraum mitten im High-Performance-Stress: der Mind Dojo in Linz.
Schon am ersten Wettkampftag war die Resonanz überwältigend positiv. Laut Jakl riss der Besucherstrom kaum ab, mehrere psychologische Interventionen wurden direkt vor Ort durchgeführt. Einige Judoka fragten sogar nach, ob sie für den Aufenthalt im Mind Dojo bezahlen müssten – so ungewohnt ist es offenbar, im Wettkampfalltag kostenlose, professionelle Hilfe zu bekommen.
Der Mind Dojo ist als ruhige Komfortzone konzipiert, abseits von Tribünenlärm und Kameras, aber nahe an der Aufwärmzone. Dort können alle Beteiligten kurz abschalten, Emotionen sortieren, Stress herunterfahren und ihre mentale Balance wiederfinden. Das Angebot richtet sich bewusst auch an Coaches und Referees, die im Schatten der Matten oft ähnlich stark unter Druck stehen wie die Athletinnen und Athleten.
Im Raum warten einfache, selbstgesteuerte Aktivitäten wie Self-Massage-Geräte, Lego-Steine und Ausmalblätter, die beim Entspannen und Abschalten helfen sollen. Zusätzlich stehen geschulte Fachkräfte zur Verfügung, darunter Psychologinnen, Psychologen und Safeguarding-Verantwortliche, die bei Bedarf gezielt unterstützen. Damit setzt Europa, angeführt von Österreich, ein starkes Zeichen dafür, dass im modernen Judo Körper und Kopf gleich wichtig sind.
Quelle: EJU_News