Aurora Ferro glänzt, als Italien das Kadetten-Judo in Faro dominiert
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Aurora Ferro und Italien gaben am ersten Tag des Faro „Millennium Team“ Cadet European Cup 2026 den Ton an. In Portugal eröffneten die leichteren Gewichtsklassen das Turnier mit schnellem, technischem Judo und einer Intensität, die trotz der gezeigten Klassen nie gering wirkte.
Im Auftaktprogramm standen die Mädchen in den Klassen -40, -44, -48 und -52 kg sowie die Jungen in -50, -55, -60 und -66 kg. In diesen acht Kategorien war Italien klar führend, gewann sechs Goldmedaillen und besetzte sogar das gesamte Podium der Klasse -55 kg.
Diese Dominanz prägte den Tag deutlich italienisch, doch eine der größten Einzelgeschichten kam aus der Mädchenklasse -44 kg. Aurora Ferro betrat für das Finale gegen Fenne Peeters aus den Niederlanden die Tatami, die auf ihre dritte Goldmedaille in Folge hoffte. Ferro stellte sich dieser Herausforderung entschlossen und stand am Ende ganz oben auf dem Podium.
Ihr Ergebnis hatte auch eine persönliche Note. Nach Bronze im vergangenen Jahr reiste sie mit einem anderen Ziel nach Faro und setzte es um. Ferro fasste ihre Leistung knapp zusammen und nannte Charakter, Technik und Taktik als die Faktoren, die den Unterschied ausmachten.
Aurora Ferro machte aus Bronze im Vorjahr Gold in Faro.
Auch Spanien hatte mit Hugo Lopez Pereira in der Jungenklasse -50 kg einen emotionalen Höhepunkt. Der junge Spanier zeigte einen starken Weg bis ins Finale, darunter ein bemerkenswerter Sieg gegen den Führenden der Weltrangliste, Arthur Bonato aus Brasilien. Im Kampf um Gold wurde er dann von Italiens Ismael Mehabra gestoppt und gewann Silber.
Dennoch bedeutete dieses Resultat sehr viel. Lopez Pereira sagte, er habe das Turnier Kampf für Kampf angegangen, ohne auf den Namen vor sich zu schauen. Diese Haltung schien besonders in seinem Duell mit Bonato wichtig, bei dem er erklärte, er habe ohne Angst gekämpft und den Druck eher beim Favoriten als bei sich selbst gesehen.
Die Medaille hatte zusätzliches Gewicht, weil es sein erstes Podium auf der europäischen Tour war. Bei einem Wettkampf nahe der Heimat sprach Lopez Pereira offen darüber, dass er nach früheren Turnieren, in denen er bereits Potenzial gezeigt, am Ende aber nicht geliefert hatte, etwas Wichtiges erreichen wollte. In Faro erhielt er den Beweis dieses Fortschritts.
Hugo Lopez Pereira gewann sein erstes Podium auf der europäischen Tour.
Auch die Zahlen des Tages zeigten das Ausmaß des Wettbewerbs. Insgesamt waren 210 männliche und 113 weibliche Athletinnen und Athleten im Einsatz, unterstützt von mehr als 20 Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, während Organisatoren und Freiwillige eine weitere internationale Judo-Veranstaltung in Portugal ermöglichten.
Im Pavilhão Municipal da Penha entsprach die Atmosphäre Faros Ruf für Herzlichkeit. Die Algarve-Kulisse brachte ihre gewohnte Energie mit, doch es war die Action auf der Tatami, die die Temperatur wirklich steigen ließ, mit präzisen Angriffen, hohem Tempo und entschlossenen Auftritten vom ersten Kampf an.
Nun geht das Turnier in seinen zweiten und letzten Tag, an dem die höheren Gewichtsklassen übernehmen werden. Nach einer so starken Auftaktsession hat Faro diesem Cadet European Cup bereits einen denkwürdigen Start beschert.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union