Aurora Ferro entscheidet das Cadet-Europafinale bis 44 kg im Golden Score

Aurora Ferro war in Gran Canaria der Name, auf den man in der Klasse bis 44 kg achten musste, und die italienische Judoka lieferte eindrucksvoll ab. Bei den Kadetten-Europameisterschaften blieb die topgesetzte Weltnummer vier von ihrem ersten bis zu ihrem letzten Kampf kontrolliert und beendete ihren Lauf mit einem dramatischen Sieg im Golden Score.

In der Gewichtsklasse traten 21 Judoka an, doch Ferro schien vom Druck nie aus der Ruhe gebracht zu werden. Sie marschierte souverän durch ihre Hälfte des Tableaus und wurde den Erwartungen gerecht, die mit ihrer Setzung und Weltranglistenposition verbunden waren.

Große Teile des Tableaus folgten der Papierform. Drei der vier Topgesetzten erreichten das Halbfinale, wobei die größte Überraschung aus Pool D kam. Dort nutzte mit Sofia Longo eine weitere Italienerin ihre Chance auf den Einzug in die Medaillenkämpfe, bevor ihr Lauf von Yagmur Yilmazturk aus der Türkei gestoppt wurde.

Dieses Ergebnis führte zu einem Finale mit besonderem Gewicht. Italien und die Türkei bringen beide eine starke Geschichte in dieser Gewichtsklasse mit, und der Kampf um Gold schrieb dieser Geschichte ein weiteres Kapitel hinzu.

Der Kampf selbst war so eng, wie es zu erwarten war. Ferro und Yilmazturk griffen vom ersten Austausch an, hielten das Tempo hoch und zwangen sich gegenseitig in einen ständigen Kampf um Griff, Position und Initiative. Es war ein Finale voller Bewegung und Entschlossenheit, doch die reguläre Kampfzeit verstrich, ohne dass eine der Athletinnen die entscheidende Wertung erzielen konnte.

Dann kam der Moment, der alles veränderte.

Ferro brauchte nur 16 Sekunden im Golden Score, um sich den Titel zu sichern.

Sobald die Verlängerung begonnen hatte, ging Ferro voll ins Risiko und warf mit Yoko-tomoe-nage. Nach einem Finale, das bis zuletzt auf Messers Schneide stand, durchbrach diese Technik schließlich die Pattsituation und sicherte Italien die Kadetten-Europakrone.

Die Reaktion sagte fast ebenso viel wie die Wertung. Als das Ergebnis bestätigt war, lief Ferro direkt in die Arme ihres Trainers, überwältigt davon, monatelange Arbeit in kontinentales Gold verwandelt zu haben.

Für Ferro war es die perfekte Antwort auf die Erwartungen, mit denen sie nach Gran Canaria gereist war. Sie kam als führender Name des Feldes und ging als Europameisterin, nachdem sie den Tag mit einem entscheidenden Angriff im Moment des größten Drucks beendet hatte.

Italiens Topgesetzte brachte den Job genau dann zu Ende, als es am meisten zählte.

Quelle: EJU.net

Quelle: Fighting Lifestyle

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