Astana Opens with Upsets, Clinical Finishes and a Golden European Double - Image: IJF / International Judo Federation

Astana beginnt mit Überraschungen, souveränen Abschlüssen und einem europäischen Gold-Doppel

Der erste Tag des IBSA Judo Grand Prix Astana brachte genau jene Spannung, die ein Turnier von den Auftaktrunden bis zum letzten Finale lebendig hält. Große Namen standen im Feld, doch die Setzliste bestimmte nicht alles. Mehrere Athletinnen und Athleten durchbrachen die erwartete Ordnung, und einige herausragende Leistungen gaben dem ersten Tag ein eigenes Profil.

Für Europa kamen die deutlichsten Höhepunkte durch Florin Alexandru Bologa aus Rumänien und Maria Manzanero Ruiz aus Spanien. Beide fanden den Weg zu Gold, jedoch unter sehr unterschiedlichen Umständen.

Bologa zeigte einmal mehr, warum er in J1M -70 kg weiterhin eine so prägende Kraft ist. Der Paralympic Champion ging souverän durch die frühen Runden und erreichte das Finale gegen Viktor Rudenko. Doch der Kampf um Gold konnte nicht ausgetragen werden, weil Rudenko verletzt war, sodass Bologa den Titel nach einer Verbeugung vor dem Kampfrichter annehmen musste. Es war nicht das Ende, das man sich für ein Finale gewünscht hätte, doch die Kontrolle des Rumänen im Verlauf des Tages hatte seinen Status bereits unterstrichen.

Florin Alexandru Bologa behielt in J1M -70 kg von Anfang bis Ende die Kontrolle.

Maria Manzanero Ruiz lieferte in J1W -52 kg eine der prägnantesten europäischen Geschichten des Tages. Ihre Vormittagseinheit setzte sofort den Ton, besonders nachdem sie in ihrem ersten Kampf die Nummer eins der Setzliste besiegt hatte. Dieses Ergebnis öffnete die Tür deutlich, doch sie musste die Aufgabe weiterhin zu Ende bringen.

Im Finale traf sie auf Victoria Potapova in einem engen Kampf, in dem nur sehr wenig zwischen beiden lag. Manzanero Ruiz gelang ein einzelner Yuko, und das reichte, um Gold zu sichern. Es war ein gefasster und disziplinierter Abschluss nach einem bereits ausgezeichneten Lauf durch die Kategorie.

Auch an anderer Stelle erreichte Spanien das Podium. In J2W -60 kg gewann Marta Arce Payno Bronze, während Daria Stakanova das Round-Robin-Feld dominierte, ohne einen Punkt oder auch nur ein Shido abzugeben. In J2M -70 kg verpasste Sergio Ibanez Banon, die Nummer eins der Setzliste, das Finale, rettete sich nach einem Tag, der sich bereits gegen die Setzliste entwickelt hatte, aber noch zu Bronze.

Diese Kategorie brachte einen der dramatischsten technischen Momente des Tages hervor. Sherzod Namozov und Ibragim Nurmakhanuly erreichten das Finale, nachdem gesetzte Konkurrenten früh ausgeschieden waren. Namozov versuchte, sein Tomoe-nage durchzusetzen, doch ein Positionsfehler veränderte alles. Nurmakhanuly erkannte die Situation perfekt, ging in Osaekomi über und hielt die vollen 20 Sekunden, um mit Ippon und dem Titel zu gewinnen.

Eine weitere späte Wendung kam in J1M -81 kg. Danilo David Geronimo Silva schien nach Gold unterwegs, nachdem er im Finale gegen Shokhrukh Mamedov spät mit einem gut getimten Tomoe-nage einen Yuko erzielt hatte. Doch Mamedov antwortete in den letzten Sekunden mit Ippon und drehte den Kampf in einem einzigen entscheidenden Moment.

Auch in den Frauenkategorien gab es weitere starke Podiumsresultate. Gülhan Atasayar aus Türkiye gewann Silber in J2W -60 kg, während Zeynep Bozdemir aus Türkiye und Carmen Brussig aus der Schweiz in J2W -52 kg jeweils Bronze holten.

Die letzte Goldmedaille des Tages ging an Bexultan Kulmurza in J2M -81 kg. Sein Finale gegen Donghoon Kim war vom Griffkampf an intensiv, doch ein Yuko genügte, um die Entscheidung zu bringen.

Der Auftakttag in Astana gab ein hohes Tempo vor: dominante Auftritte, plötzliche Wendungen und zwei europäische Goldmedaillen, die in einem hochklassig besetzten Feld herausstachen. Wenn dies erst der Anfang war, muss der zweite Tag viel erfüllen.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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