After Venezuela’s Quakes, the Judo Community Moves as One - Image: IJF / International Judo Federation

Nach Venezuelas Erdbeben rückt die Judo-Gemeinschaft zusammen

Die Judo-Gemeinschaft in Venezuela erlebt nach zwei starken Erdbeben am 24. Juni eine ihrer schwersten Zeiten. Besonders hart getroffen wurden La Guaira und Caracas, und Familien, Vereine und Trainerinnen und Trainer innerhalb des Sports trauern um Verluste und versuchen zugleich, wieder aufzubauen.

Laut dem IJF-Bericht ereigneten sich die beiden Erdbeben im Abstand von nur 39 Sekunden, ein seltenes seismisches Doppelerdbeben. In den Tagen danach reichten die Folgen tief in die lokale Judo-Welt hinein, wo Trauer und Zerstörung neben dem dringenden Bedarf an praktischer Hilfe spürbar waren.

Was jetzt besonders heraussticht, ist die Reaktion. Selbst mitten im Schmerz hat sich die venezolanische Judo-Familie um die eigenen Mitglieder versammelt, Menschen in Not geholfen, Kinder getröstet und getan, was sie konnte, um ein Gefühl von Fürsorge und Normalität wiederherzustellen.

Am 5. Juli reiste eine Delegation des venezolanischen Judo-Verbands an mehrere Orte in La Guaira, um diese Unterstützung persönlich zu zeigen. Die Gruppe wurde von Verbandspräsidentin Katiuska Santaella angeführt und umfasste Generalsekretär Javier Cardozo, die Olympiateilnehmerinnen Karen León und Anriquelis Barrios sowie Beagni Betancourt, den Präsidenten des Judo-Verbands des Bundesstaates La Guaira.

Sie brachten Kleidung für Kinder und Erwachsene sowie Lebensmittel, Trinkwasser und kleine Überraschungstüten für jüngere Mitglieder der Gemeinschaft. Es war ein emotionaler Besuch, der noch schwerer wog, weil die beiden Judo-Dojos in La Guaira durch die Erdbeben zerstört wurden.

Besonders dort, wo die Matten verloren gingen, war Unterstützung am wichtigsten.

Der Artikel verweist auch auf etwas, das größer ist als ein einzelnes Land oder eine einzelne Krise. Judo-Gemeinschaften haben eine solche Einheit schon früher gezeigt, auch nach dem Tsunami in Japan und den Erdbeben in der Türkei im Jahr 2023. In jedem Fall kehrte derselbe Gedanke zurück: Judo bedeutet nicht nur Wettkampf, sondern auch, Menschen zu schützen, wenn sich das Leben plötzlich verändert.

Deshalb hat diese Geschichte ein solches Gewicht. Bei dem Einsatz in La Guaira ging es nicht nur um Hilfsgüter. Es ging auch um Präsenz, Zuspruch und die einfache, aber wichtige Handlung, Kindern nach Schock und Verlust wieder ein Lächeln zu schenken.

Die psychischen Folgen einer Naturkatastrophe können weit über die ersten Tage der Schlagzeilen und Rettungsarbeiten hinaus anhalten. Unterstützung aus einer vertrauten Gemeinschaft kann einen echten Unterschied machen, besonders für junge Menschen, die erlebt haben, wie ihre Wohnungen, Routinen oder Trainingsorte verschwinden.

Judo hat für diese Art gemeinsamer Stärke ein Prinzip: Jita Kyoei, gegenseitiges Wohlergehen und gemeinsamer Nutzen. In diesem Moment ist diese Idee nicht abstrakt. Sie wird sichtbar in den Menschen, die gekommen sind, in der geleisteten Hilfe und in der Botschaft an die Betroffenen, dass sie den Wiederaufbau nicht allein bewältigen müssen.

Santaellas Anwesenheit vor Ort war besonders bedeutsam, da laut IJF auch sie selbst von den Erdbeben betroffen war. Gemeinsam mit Verbandsvertretern und einigen der bekanntesten Athletinnen Venezuelas machte sie einen Punkt deutlich: Der Weg nach vorn mag lang sein, aber diese Gemeinschaft will ihn gemeinsam gehen.

In der Krise können die Werte des Judo zu seiner stärksten Tat werden.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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