Ein neuer Schulweg für Judo nimmt Gestalt an, während IJF und ISF ein globales Abkommen unterzeichnen
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Judo an Schulen erhielt am Montag, dem 4. Mai, einen wichtigen Schub, als die International Judo Federation und die International School Sport Federation am IJF-Hauptsitz eine Absichtserklärung unterzeichneten.
Das Abkommen wurde von IJF-Präsident Marius Vizer und ISF-Präsident Željko Tanasković formalisiert und eröffnet eine strategische Partnerschaft, die darauf ausgerichtet ist, Judo im Schulsport weltweit auszubauen. Der Schritt zielt nicht nur auf den Wettkampf, sondern auch auf Bildung, Zugang und langfristige Entwicklung.
Die ISF, die vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt ist, organisiert große internationale Schulsportveranstaltungen, darunter die Gymnasiades. Da die IJF nun die technische Organisation des Judo innerhalb dieser Wettbewerbe direkt unterstützt, ist das Ziel klar: jungen Athletinnen und Athleten Veranstaltungen zu bieten, die sicher, fair und technisch solide sind und von qualifizierten Offiziellen begleitet werden.
Dieses Abkommen bringt Judo Schülerinnen und Schülern überall näher.
Diese technische Unterstützung könnte zu einem der wichtigsten Teile der Partnerschaft werden. Hohe Standards bei Schulwettkämpfen können prägen, wie junge Judoka den Sport von Anfang an erleben. Für Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer sowie Schulen bedeutet das eine verlässlichere Struktur und ein besseres Umfeld zum Lernen und Wettkämpfen.
Doch das Projekt geht über die Durchführung von Veranstaltungen hinaus. Die beiden Organisationen wollen auch Bildungsprogramme ausbauen und die mit Judo verbundenen Grundwerte stärken: Respekt, Disziplin und Integrität. Diese Ideen waren auf der Tatami schon immer wichtig, und dieses Abkommen stellt sie in den Mittelpunkt der Rolle des Judo im Schulleben.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anerkennung. Die IJF und die ISF werden daran arbeiten, Judo als etablierten Sport innerhalb der nationalen Schulsportverbände zu verankern und ihm so eine stärkere Basis im Breitensport zu geben. Das könnte mehr jungen Menschen die Tür öffnen, Judo über ihre Schulen statt nur über Vereine kennenzulernen.
Inklusion ist ein weiterer zentraler Teil des Plans. Die Partnerschaft hebt die Teilnahme aller Schülerinnen und Schüler hervor, mit einem starken Schwerpunkt darauf, die Beteiligung von Mädchen am Judo zu erhöhen. Den Sport zugänglicher zu machen, wird nicht einfach als Ziel in Zahlen dargestellt, sondern als Weg, Selbstvertrauen aufzubauen und die persönliche Entwicklung zu fördern.
Mehr Zugang kann mehr Selbstvertrauen für die nächste Generation bedeuten.
Das Abkommen blickt auch auf die Menschen, die dazu beitragen, dass Wettkämpfe gut ablaufen. Spezielle Bildungs- und Bewertungsprogramme für technische Offizielle sind Teil der Zusammenarbeit, mit dem Ziel, Professionalität und langfristiges Wachstum zu fördern. Schulveranstaltungen könnten zudem zu einem Testfeld für Innovation werden, auf dem neue Formate und frische Ideen erprobt werden.
Hinter der Partnerschaft steht auch eine breitere Botschaft. Nachhaltigkeit, Fairplay und Integrität werden als wesentliche Säulen genannt, neben dem Einsatz gegen Diskriminierung und Rassismus im Sport. In diesem Sinne geht es nicht nur darum, mehr Judo-Wettkämpfe in Schulkalender aufzunehmen. Es geht darum, Judo als Instrument für Bildung und gesellschaftliche Entwicklung zu nutzen.
Für junge Judoka ist die Bedeutung leicht zu spüren. Ein globales Abkommen wie dieses verändert nicht sofort jede Schule, aber es gibt eine Richtung vor. Und diese Richtung weist auf eine Zukunft, in der mehr Schülerinnen und Schüler die Tatami betreten und dort nicht nur einen Sport finden, sondern auch einen Wertekatalog, der sie über den Sport hinaus begleitet.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation