De-ashi-barai im Golden Score: Maisuradze lässt Georgien jubeln, Bronze für Creț und Ngayap Hambou
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In der Klasse bis 90 kg bekam das Publikum in Georgien ein Finale, das nervenaufreibender kaum sein konnte. Luka Maisuradze trug die Erwartungen der Gastgeber, und er hielt dem Druck stand: Gegen Serbiens Nemanja Majdov holte er sich nach einem zähen Duell seinen zweiten Europameistertitel.
Schon der Weg ins Finale zeigte, wie stabil Maisuradze auf diesem Niveau ist. Er setzte sich überzeugend gegen Alex Creț im Halbfinale durch und hatte zuvor Ivaylo Ivanov aus dem Turnier genommen. Majdov, Europameister von 2023, stoppte im Halbfinale den Traum von einem rein georgischen Endkampf, als er Lasha Bekauri bezwang.
Das Finale selbst blieb lange ein taktischer Schlagabtausch. In der regulären Kampfzeit kassierten beide je einen Shido, doch keine Seite fand die entscheidende Lücke. Erst im Golden Score fiel die Entscheidung – und zwar blitzschnell: Nach 23 Sekunden konterte Maisuradze mit einem präzisen de ashi barai und brachte die Halle zum Explodieren. In der Aktion wirkte es zudem so, als habe Majdov eine Verletzung abbekommen; Maisuradze nahm den Sieg an diesem Punkt verdient mit.
23 Sekunden Golden Score reichten für den Titelmoment.
Auch im Kampf um Bronze setzten europäische Athleten klare Ausrufezeichen. Rumäniens Alex Creț bestätigte seine starke Entwicklung und wiederholte seinen Podestplatz aus 2024. Frankreichs Maxime-Gaël Ngayap Hambou lieferte eine der Geschichten des Tages: Gegen den angeschlagenen Bekauri ging er zunächst mit Waza-ari in Führung und machte anschließend mit harai maki komi alles klar.
Mit Gold für Maisuradze und mutigen Auftritten auf dem Podium zeigte die 90-kg-Klasse erneut, wie tief und unberechenbar Europa hier ist – auch wenn international aktuell Japan den Ton angibt.
Quelle: JudoInside